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Shopify E-Rechnung: XRechnung und ZUGFeRD für B2B-Bestellungen

E-Rechnung mit Shopify: Wann B2B-Shops XRechnung oder ZUGFeRD brauchen, was Shopify von Haus aus nicht kann und worauf Sie bei einer App achten sollten.

Shopify bringt von Haus aus keine Funktion mit, um E-Rechnungen im Format XRechnung oder ZUGFeRD zu erzeugen. Für viele Shops ist das kein Problem – für Händler mit Geschäftskunden in Deutschland schon. Dieser Ratgeber zeigt, wann Ihr Shopify-Shop E-Rechnungen braucht, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Sie bei einer Lösung achten sollten.

Brauchen Shopify-Händler E-Rechnungen?

Das hängt davon ab, an wen Sie verkaufen:

  • Privatkunden (B2C): Keine E-Rechnungspflicht. Eine normale PDF-Rechnung bleibt zulässig.
  • Unternehmen in Deutschland (B2B): Empfangen müssen alle seit 2025. Ausstellen müssen Sie E-Rechnungen ab 2027, wenn Ihr Vorjahresumsatz über 800.000 € lag, sonst ab 2028.
  • Öffentliche Auftraggeber: verlangen meist schon heute eine XRechnung mit Leitweg-ID.
  • Ausnahmen: Kleinbetragsrechnungen bis 250 €, Kleinunternehmer nach § 19 UStG beim Ausstellen sowie Kunden, die nicht in Deutschland ansässig sind.

Verkaufen Sie fast nur an Privatkunden, müssen Sie also nichts umstellen. Sobald Firmenkunden aus Deutschland bestellen, brauchen Sie für diese Bestellungen eine Lösung. Alle Fristen im Detail finden Sie unter E-Rechnung Pflicht.

Kann Shopify E-Rechnungen erstellen?

Nicht ohne Erweiterung. Eine PDF-Rechnung aus Shopify ist keine E-Rechnung, auch wenn sie per E-Mail verschickt wird – es fehlen die strukturierten Daten nach der Norm EN 16931. Den Unterschied erklärt der Beitrag E-Rechnung vs. PDF-Rechnung. Für echte E-Rechnungen haben Shopify-Händler drei Wege:

  1. Eine App im Shopify App Store, die aus Bestellungen automatisch XRechnung oder ZUGFeRD erzeugt.
  2. Eine separate Rechnungssoftware, in der Sie B2B-Rechnungen erstellen – praktikabel bei wenigen Firmenbestellungen.
  3. Eine eigene Anbindung über eine E-Rechnung API, etwa durch Ihre Agentur.

Worauf Sie bei einer E-Rechnung-Lösung für Shopify achten sollten

  • XRechnung und ZUGFeRD: ZUGFeRD für Geschäftskunden, XRechnung für Behörden – im Profil EN 16931, nicht MINIMUM oder BASIC WL.
  • B2B-Bestellungen erkennen: etwa an Firmenname oder USt-IdNr. Privatkunden erhalten weiter ihre gewohnte Rechnung.
  • Leitweg-ID: ein Feld für die Käuferreferenz, wenn Sie an öffentliche Auftraggeber verkaufen.
  • Alle Steuerfälle: 19 % und 7 %, steuerfreie Lieferungen ins EU-Ausland und Reverse Charge.
  • Erstattungen: Gutschriften und Stornorechnungen müssen ebenfalls als E-Rechnung entstehen.
  • Prüfung vor dem Versand: jede Datei sollte gegen die Regeln der EN 16931 validiert werden.
  • Nummernkreise und Archiv: lückenlose Rechnungsnummern und Aufbewahrung im Originalformat – in der Regel acht Jahre.
  • Datenschutz: Verarbeitung in Deutschland bzw. der EU und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

Die XRechnungs.de-App für Shopify

Wir entwickeln eine native Shopify-App auf Basis unserer E-Rechnung API. Sie soll E-Rechnungen für Ihre B2B-Bestellungen direkt in Shopify als XRechnung oder ZUGFeRD erzeugen und vor dem Versand automatisch prüfen.

Sie haben Fragen zur App, zu Ihrem Anwendungsfall oder zum Starttermin? Schreiben Sie uns an info@xrechnungs.de.

Bis dahin: E-Rechnungen für einzelne B2B-Bestellungen

Haben Sie nur wenige Firmenbestellungen, erstellen Sie die Rechnung dazu in der Web-App von XRechnungs.de als XRechnung oder ZUGFeRD – 14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte. Vorhandene PDF-Rechnungen aus Shopify können Sie außerdem mit dem Konverter in ZUGFeRD oder XRechnung umwandeln.

Verwandte Themen

  • E-Rechnung API und Schnittstelle
  • ZUGFeRD-Rechnung einfach erklärt
  • XRechnung: Was ist das?
  • E-Rechnung Pflicht: Fristen 2025, 2027 und 2028

Häufige Fragen zur E-Rechnung mit Shopify

Brauche ich für Bestellungen von Privatkunden eine E-Rechnung?

Nein. Die E-Rechnungspflicht gilt für Rechnungen zwischen Unternehmen, die in Deutschland ansässig sind. Privatkunden können weiter eine normale PDF-Rechnung erhalten.

Kann Shopify XRechnung oder ZUGFeRD erstellen?

Nicht von Haus aus. Dafür brauchen Sie eine App, eine separate Rechnungssoftware oder eine eigene Anbindung über eine E-Rechnung API.

Ab wann muss mein Shopify-Shop E-Rechnungen ausstellen?

Für Rechnungen an Unternehmen in Deutschland ab dem 1. Januar 2027, wenn Ihr Vorjahresumsatz über 800.000 € lag, sonst ab dem 1. Januar 2028. Empfangen können müssen Sie E-Rechnungen bereits seit 2025.

Welches Format sollte ich für Geschäftskunden verwenden?

Für Unternehmen meist ZUGFeRD im Profil EN 16931, weil Ihr Kunde zusätzlich ein lesbares PDF erhält. Behörden verlangen in der Regel eine XRechnung mit Leitweg-ID.

Ist eine PDF-Rechnung aus Shopify eine E-Rechnung?

Nein. Eine PDF ohne eingebettete strukturierte Daten nach EN 16931 ist keine E-Rechnung, auch nicht als E-Mail-Anhang.

Wann kommt die XRechnungs.de-App für Shopify?

Die App ist in Entwicklung. Bei Fragen zum Starttermin oder zu Ihrem Anwendungsfall schreiben Sie uns an info@xrechnungs.de.

Fazit: E-Rechnung nur dort, wo Ihre Kunden Unternehmen sind

Shopify-Händler brauchen E-Rechnungen nur für Geschäftskunden in Deutschland – dort aber verbindlich ab 2027 bzw. 2028. Achten Sie bei der Lösung auf XRechnung und ZUGFeRD, die Erkennung von B2B-Bestellungen, alle Steuerfälle und eine Prüfung vor dem Versand. Fragen zur Shopify-App von XRechnungs.de? Schreiben Sie uns.